Ablauf
Garten- und Landschaftsbau erfordert eine klare Struktur – von der ersten Idee bis zur fertigen Umsetzung. Jeder Schritt muss exakt geplant und professionell ausgeführt werden, damit das Ergebnis langfristig überzeugt.
Drei Schritte – und Ihre Außenanlage ist startklar
- Beratung & Planung: Fläche, Bodenbeschaffenheit und Nutzung werden analysiert, um ein belastbares Konzept mit genauen Kosten zu entwickeln.
- Vorbereitung & Genehmigungen: Erdarbeiten, Materialbestellung und behördliche Vorgaben wie Bau- oder Pflanzgenehmigungen werden abgeklärt.
- Umsetzung & Fertigstellung: Wege, Terrassen, Bepflanzungen oder Bewässerungssysteme werden fachgerecht angelegt und abschließend kontrolliert.
Wer in Garten- und Landschaftsbau investiert, schafft Werte für Jahrzehnte. Entscheidend ist, dass Planung, Vorbereitung und Umsetzung lückenlos ineinandergreifen.
Beratung & Planung: Grundlage für ein belastbares Konzept
Am Beginn steht eine detaillierte Bestandsaufnahme. Grundstücksgröße, Bodenqualität und Höhenunterschiede werden exakt erfasst. Auf dieser Basis lässt sich bestimmen, ob Drainagen nötig sind, wie stark der Boden tragfähig ist und welche Maschinen eingesetzt werden müssen. Auch spätere Nutzung – etwa Spielbereich, Terrasse oder Pkw-Stellplatz – fließt in die Planung ein.
Die Materialauswahl richtet sich nach Haltbarkeit und Pflegeaufwand. Natursteinpflaster hält im Außenbereich 40 bis 50 Jahre, Betonpflaster in der Regel 25 bis 30 Jahre. Für Holzterrassen werden Harthölzer wie Bangkirai mit 25 Jahren Lebensdauer oder Thermoholz mit 15 Jahren kalkuliert. Jede Entscheidung wirkt sich direkt auf Kosten und spätere Instandhaltung aus.
Ein belastbarer Kostenplan berücksichtigt nicht nur Materialien und Arbeitszeit, sondern auch Maschinenmiete und Entsorgung. Erdarbeiten schlagen mit 30 bis 50 € pro Kubikmeter zu Buche, Pflasterarbeiten mit 80 bis 120 € pro Quadratmeter. Durch eine saubere Planung lassen sich spätere Mehrkosten vermeiden, weil Mengen und Bauzeiten von Anfang an exakt festgelegt sind.
Vorbereitung & Genehmigungen: Technische und rechtliche Basis schaffen
Vor dem ersten Spatenstich werden Genehmigungen geprüft. Für das Fällen von Bäumen über 60 cm Stammumfang ist in vielen Gemeinden eine Erlaubnis erforderlich. Auch Stützmauern ab 2 m Höhe oder befestigte Flächen über 30 m² können anzeige- oder genehmigungspflichtig sein. Werden diese Vorgaben nicht beachtet, drohen Bußgelder bis 50.000 € und Rückbauverfügungen.
Parallel laufen die Vorbereitungen auf der Baustelle. Erdarbeiten wie Aushub oder Bodenabtrag werden exakt geplant. Für eine 40 m² große Terrasse mit 25 cm Tiefe fallen 10 m³ Aushub an, was rund 150 t Boden entspricht. Der Abtransport kostet im Schnitt 15 bis 25 € pro Tonne inklusive Deponiegebühr. Diese Werte sind ein fester Bestandteil jeder seriösen Kalkulation.
Auch die Materiallogistik gehört in die Vorbereitungsphase. Betonpflaster wird in Paletten à 10 m² geliefert, Naturstein oft lose im Big Bag. Für 100 m² Fläche müssen also mindestens zehn Paletten bestellt und eingelagert werden. Hinzu kommen Transportkosten von 200 bis 400 € je Lieferung, abhängig von Entfernung und Gewicht. Durch rechtzeitige Disposition werden Verzögerungen auf der Baustelle vermieden.
Umsetzung & Fertigstellung: Präzision auf der Baustelle
Die Umsetzung startet mit dem Unterbau. Für Wege und Terrassen wird ein tragfähiger Schotteraufbau von 25 bis 35 cm eingebaut und mit einer Rüttelplatte verdichtet. Bei Zufahrten erhöht sich die Schicht auf 40 cm, um eine Belastung von 3,5 t Pkw-Gewicht dauerhaft abzufangen. Fehler im Unterbau führen später zu Setzungen oder Frostschäden und verursachen Nachbesserungskosten im vierstelligen Bereich.
Im nächsten Schritt erfolgt der Einbau der Beläge und Konstruktionen. Pflastersteine werden mit 3 bis 5 mm Fugen verlegt und anschließend mit Splitt eingeschlämmt. Terrassenkonstruktionen aus Holz oder WPC benötigen Unterkonstruktionen mit einem Raster von 40 bis 60 cm. Gleichzeitig können Bewässerungssysteme verlegt werden – ein Tropfschlauch benötigt 2 l Wasser pro Meter und Stunde und spart im Vergleich zu einer Handbewässerung bis zu 50 % Wasser.
Am Ende steht die Fertigstellungskontrolle. Drainagen und Oberflächengefälle werden überprüft, damit Regenwasser nicht an Gebäudefundamente dringt. Pflanzen werden auf Standorteignung geprüft und mit einem Anwuchssubstrat versehen, das 30 % Kompost enthält. Abschließend erfolgt die Übergabe mit Dokumentation aller Arbeiten, einschließlich Pflegehinweisen und Wartungsintervallen. Erst mit dieser Abnahme ist das Bauvorhaben technisch abgeschlossen und nutzbar.

